MEINE PHILOSOPHIE


 

Das Wachstum eines jeden Systems - und somit auch einer jeden Organisation oder auch Person - hängt von der im Verhältnis schwächsten Ressource ab.

 

Meine Erfahrungen machen mir immer wieder klar: Egal ob privat das persönliche oder im Unternehmen das wirtschaftliche Wachstum, egal ob es um die zwischenmenschlichen Beziehungen, finanzielle Erträge oder das körperliche Wohlbefinden geht: Verbesserungen werden meist durch das Denken und die Emotionen der Menschen begrenzt und erst dann erreicht, wenn diese Begrenzungen gelöst werden.

 

Denkfähigkeit

 

Ich definiere „Denkfähigkeit“ als die Fähigkeit aktiver Gedankensteuerung, ständiger und bewusster Wissenserweiterung, ständiger und bewusster Vernetzung verschiedener Wissensbereiche zur Erbringung kreativer und konstruktiver Lösungswege, damit selbstgesteuert ein größtmögliches Wachstum erzielt werden kann.

 

Die Begrenzung der Denkfähigkeit lässt sich in vielen Fällen darauf zurückführen, dass Ursache-Wirkungs-Beziehungen nicht bekannt oder auch nicht bewusst sind. Und viel zu oft liegt dies schlicht und einfach daran, dass Menschen ab einem gewissen Alter aufhören zu lernen.

 

Während Menschen aufwachsen verändert sich das Verhältnis von 100% Input zu 0% Output immer weiter in Richtung Output. Die Grenze, an welcher der Anteil von gelerntem Input zu geleistetem Output unter das 50/50 Verhältnis fällt, befindet sich in unserer Gesellschaft in 80-90% der Fälle im Alter zwischen 20-25 Jahren. Vor dieser Zeit nehmen wir innerhalb eines Tages mehr Wissen aktiv auf als wir in Handlungen umsetzen. Überschreiten wir diese Grenze, schnellt der Anteil des Outputs mit enormer Geschwindigkeit nach oben. Wir erreichen oftmals schon im Alter von 30 Jahren ein 5/95 Verhältnis zwischen Input und Output.

 

Der Mensch wird im Schnitt ca. 80 Jahre alt. Das bedeutet also, dass ca. in den letzten 2/3 – also 50 Jahre - des Lebens fast nur noch Output erbracht wird, und dieses ist fast komplett durch den Input der ersten 20-30 Jahre geprägt. In der sich so schnell entwickelnden Welt wird das Wissen und Können eines Menschen dadurch leider sehr schnell überholt. Und genau diese Menschen ab 30 und älter gestalten und führen die meisten Unternehmen.

 

Doch es gibt durchaus Hoffnung! Wissenschaftliche Studien belegen, dass es durchaus möglich ist, in diesen letzten 2/3 des Lebens das Gehirn durch Wissen und Transfer kontinuierlich weiter zu entwickeln. Lesen Sie hierzu auch: https://www.dasgehirn.info/denken/das-gehirn-im-alter/weise-greise-104

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir dazu fähig sind innerhalb unseres Lebens deutlich mehr zu erreichen als es der aktuelle Durchschnitt tut, wenn wir unsere Denkfähigkeit kontinuierlich trainieren. Was uns oftmals hindert, sind eingefahrene Denkstrukturen, die sich über viele Jahre in unseren Hirnen manifestieren. Wir erschaffen unseren Engpass also selbst, indem wir einfach aufhören zu lernen.

 

Emotionale Intelligenz und Empathie

 

Kinder sind uns Erwachsenen emotional weit voraus. Sie sind voller Energie, voller Freude und Begeisterungsfähigkeit, aber auch sehr verletzlich und sensibel. Sie kennen keine Grenzen, ihre Emotionen zu zeigen, egal in welcher Situation. Es ist eigentlich immer ziemlich ersichtlich, wie ein Kind sich fühlt, und das macht es uns leichter, unser Verhalten darauf einzustellen. Wir Erwachsene sind dagegen vor allem im beruflichen Umfeld emotional fast tot. Es gibt sehr wenige Ausschläge in die überschwänglich positive, dafür leider manchmal zu oft Ausschläge in die negative Emotion. In den meisten Fällen unterdrücken wir den Ausdruck unserer Emotionen jedoch und nach außen hin ist es schwer ersichtlich, was tatsächlich in uns passiert. Wirkungsvoll auf andere Erwachsene Einfluss zu nehmen ohne zu wissen, was welche Emotion auslöst? Kaum möglich.

 

Doch wir Erwachsene waren auch einmal Kinder. Das bedeutet wir verlieren auf dem Weg zum Erwachsenen die emotionale Freiheit.

 

Problem hierbei: Die dauernde Unterdrückung von Emotionen tut uns nicht gut. Das wird verstärkt durch unser Umfeld, das uns im Laufe unseres Lebens verschiedenste Glaubenssätze über falsches und richtiges eintrichtert. So auch, wie wir uns scheinbar nach außen hin verhalten sollen, um einen bestimmten Eindruck zu erwecken.

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere emotionale Freiheit wieder zurückerlangen müssen, indem wir lernen was Emotionen sind und auslöst, wie wir sie wahrnehmen, annehmen und beeinflussen können. Dabei beginnt der Weg immer im Inneren, also bei jedem selbst. Die eigenen Emotionen wieder in ihrer Ganzheit spüren, ihren Ursprung erforschen, sie verstehen, sie ausdrücken. So lernen wir auch, dass nicht alle emotionalen Erlebnisse im beruflichen Leben direkt aus der gegebenen Situation entspringen, sondern ihre Ursache oft in sehr alten emotionalen Verletzungen zu finden ist, die durch bestimmte Triggerpunkte in der gegebenen Situation wieder hervorgerufen werden. Wenn wir fähig sind, unsere eigenen Emotionen zu verstehen, werden wir fähig die Emotionen und deren Ausdruck bei anderen bewusst und souverän wahrzunehmen, anzunehmen und zu verstehen. Schließlich werden wir fähig durch emotionale Intelligenz und Empathie wirkungsvoll Einfluss auf andere Menschen, z.B. unsere Mitarbeiter zu nehmen, in wertschätzender Weise, würdevoll und menschlich.

 

Mit meinem Beitrag will ich diese Philosophie in die Tat umsetzen. Engpässe im Kopf und im Herzen lösen, um Ursachen zu verstehen, Wirkung zu gestalten und Menschen zu führen, damit auch die Engpässe der Unternehmen nachhaltig gelöst werden können und Wachstum menschlich und erfolgreich gedeiht.